Ulysses, 1010 Wien  1. (Wien), 06.02.2015, 19:30 Uhr
Wo:
1010 Wien 1. (Wien),
Petersplatz 1
Wann:
06.02.2015, 19:30 Uhr
Beschreibung:
Eine Produktion von Marat Burnashev und Swantje Basedow in Koproduktion mit Ballhaus Ost, Berlin und WERK X, Wien


Regie/Kamera: Marat Burnashev
Buch/Schnitt: Swantje Basedow
Bühne/Lichtdesign: Thomas Giger
Ausstattung (Film): Ute Radler
Kostüm: Sibylle Wallum
Musik/Mastering: Marcus Thomas
Dramaturgie: Christina Bellingen
Ton: Steffen Reil
Titeldesign: Thea Harksen



Mit: Mirco Kreibich, Bruno Cathomas



Videoszenen: Patrycia Ziolkowska, Elia Harzer, Prashanthi, Eisenhans

James Joyce' "Ulysses" gilt bis heute als ein gleichermaßen schwer zugängliches, vieldeutiges und richtungsweisendes Werk, das zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung im Jahr 1921 für viel Aufregung in der literarischen Welt seiner Zeit sorgte. In 18 Episoden schildert Joyce minutiös die alltäglichen, fast trivialen Verrichtungen, Begebenheiten und Gedanken des Anzeigenverkäufers Leopold Bloom und einer unüberschaubaren Vielzahl an Nebenfiguren. Dabei bedient er sich einer Sprache, die etwa ob ihrer Schilderung sexueller Phantasien noch für einzelne Publikationsverbote in England oder den USA sorgte und auch Zeitgenossen wie Kurt Tucholsky ratlos-fasziniert zurückließ: "Zersplittert und hundsgemein böse und geil und niederträchtig und gut und gutmütig und rachsüchtig und ohnmächtig-feige und schmutzig und klein und erhaben und lächerlich, o so lächerlich!". Der bürgerliche Roman mit seiner paradigmatischen Erzählung von der Emanzipation des Individuums wurde von Joyce ersetzt durch eine Ästhetik des Banalen und Alltäglichen, die Großstadt wurde zum Deutungsmuster des modernen Lebens.

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