Roland Düringer, 1220 Wien 22. (Wien), 29.05.2014, 20:00 Uhr
Wo:
1220 Wien 22. (Wien),
Steigenteschgasse 94 b
Wann:
29.05.2014, 20:00 Uhr
Beschreibung:
<p>Am 23. Oktober 2012 startet der Vortragende mit dem 2. Teil seiner Vortragstrilogie und wird mit dem 'WIR - Ein Umstand' betitelten Programm zwei Jahre lang das Land bereisen, um den Zuhörenden mit seinen Erkenntnissen zu Diensten sein.

Im 1. Teil 'ICH Einleben' (startete im Herbst 2010) setzte sich der Vortragende mit dem Leben im Allgemeinen auseinander. Jenes Leben, das wir fälschlicherweise häufig mit unserer Geschichte verwechseln. Dieser oft tragischen Lebensgeschichte fällt dann das Leben an sich zum Opfer und aus unsere Geschichte, unserem Namen, unseren Erfolgen und unseren Niederlagen formt sich das ICH. Damit wechseln wir vom 'Leben sein' in den 'Leben haben'-Modus, und das Leben hat dem ICH zu dienen, bis es oft qualvoll endet.

Zur Veranschaulichung dieses Paradoxons haben sich Vortragender und Zuhörende dabei den bedeutenden Dingen des Lebens (nicht der Lebensgeschichte) zugewandt:

Die Geburt, das Heranwachsen, die Fortpflanzung, die Nahrungsaufnahme, die Krankheit und der Tod waren die Themen des Vortrags. Themen, mit denen sich bereits der Neandertaler und wahrscheinlich alles Leben, das leben will inmitten von Leben, das leben will, auseinander zu setzen hatte. Das klingt jetzt alles sehr ernst, vielleicht sogar seltsam, war für die Zuhörenden allerdings zwei Jahre lang äußerst amüsant und im besten Falle auch hilfreich. Obwohl die schlussendliche Erkenntnis, dass WIR offenbar einen festen Klescher haben, keine wirklich schöne ist und Ohnmacht verbreitet ...</p> <p>... aber nur dann, wenn man davon ausgeht, dass viele gestörte ICH's den kollektiven WIR-Wahnsinn ergeben. Das mag zwar mathematisch und grammatikalisch stimmen ist aber falsch: Erst das WIR und die von ihm kreierte WIRklichkeit gebären das gestörte ICH in unserem Selbst.

Das wird der Vortragende im 2. Teil seiner Vortragsserie zu beweisen versuchen, in dem er sich diesmal mit für das Leben (nicht die Lebensgeschichte) unbedeutenden Dingen beschäftigt. All jenen Dingen,
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