Premiere: domestic extremis, 1010 Wien  1. (Wien), 17.11.2014, 20:00 Uhr
Wo:
1010 Wien 1. (Wien),
Petersplatz 1
Wann:
17.11.2014, 20:00 Uhr
Beschreibung:
Workshops und Vorbereitung: 24. - 26.10.2014
Intervention: 26.10.2014

Liegt die Hoffnung des gesellschaftlichen Fortschritts auf dem Austauschmedium Internet? Oder, angesichts der Überwachungsskandale, doch auf der Straße? Welche Möglichkeiten der Mitbestimmung an größeren gesellschaftlichen Zusammenhängen gibt es in unterschiedlich repressiven Systemen?

Occupy Wallstreet, Arabischer Frühling, resist taksim, Brasilien und WutbürgerInnen und TierschützerInnen und Snowden ... Wer sind diese Menschen, die von einem Tag auf den anderen zu TerroristInnen erklärt werden?

Für diese Bewegungen ist das Internet zur Informationsweitergabe, als Aktivierungsmedium und zur weltweiten Solidarisierung immens wichtig. Der virtuelle Kampf führt den Widerstand auf der Straße. Die Welt draußen existiert und das Draußen wird virtuell erlebt und erzeugt.

Die Dramaturgie des Widerstands beginnt mit Panik
schnell
Schock
unorganisiert. Dann folgen das Aufwachen, die Analyse und das Hinterfragen des Wissens. Humor und Kreativität sind ist die größten Waffen gegenüber einem festgefahrenen System. Gegen TerroristInnen hat das System bewährte Mittel und Strukturen, aber gegen einen Menschen der einfach nur stehen bleibt? Der Protest wird zur Kunstform und der Schock wechselt die Seite.

Wie kann der Blick aus dem Theater auf diese Gegenwart aussehen? Wie können die performativen Aktionen der Straße und des Netzes auf eine Bühne gebracht werden?

Ein ausgewähltes Publikum verbarrikadiert sich 2 Tage lang im Theater. Erfahrene AktivistInnen des gewaltfreien Widerstands halten Workshops und Vorträge. Gemeinsam wird eine Intervention zum Staatsfeiertag vorbereitet und über Livestream, Facebook und Twitter mit einer großen Öffentlichkeit geteilt.

Die queere Aktivistin Jet Moon entwickelt aus persönlichen Geschichten einen politischen Theatertext. Die Macher des Films "Everyday Rebellion" Arash und Arman T. Riahi dokumentieren das Geschehen.

Ein paar Wochen
nach der Intervention wird das entstandene Theaterstück gezeigt; erweitert durch eine Diskussionsrunde mit politisch aktiven KünstlerInnen, die das Geschehene hinterfragen.
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