Pin Art & Co.: Von Gil Elvgren bis Kiki Kogelnik, 8020 Graz  5. (Stmk.), 29.03.2014, 15:30 Uhr
Wo:
8020 Graz 5. (Stmk.),
Payer-Weyprecht-Straße 27
Wann:
29.03.2014, 15:30 Uhr
Beschreibung:
PIN ART & Co zeigt Arbeiten von Joyce Ballantyne, Edward DAncona, Peter Driben, Harry Ekman, Freeman Elliot, Gil Elvgren, Pearl Frush, Romain Hugault, Kiki Kogelnik, Bill Medcalf, Al Moore, Earl Moran, Franco Mosca, Zoe Mozert,
George Petty, Earl Mac Pherson, Edward Runci, Eric Stantan, T.N. Thompson, Ted Withers
(bis 31. März
2014).

Wünsche und Vorstellungen,
das Material für jede Art von Werbung, werden und wurden seit jeher eingesetzt, um kaufbares oder durch Leistung erwerbbares Gück zu erlangen. Wie weit dieses Glück auf gesellschaftliche Normklischées zurückgreift, wird besonders in der Pin Up-Kultur deutlich. Ansagen, wie
"hinter jedem bedeutenden Mann steht eine Frau" lassen erkennen, dass Frauen zwar wichtig sind, denn sie organisieren das Rundherum, koordinieren, informieren, putzen, kochen, waschen, lesen, spielen mit dem Hund, treiben Sport etc., dienen aber dem Mann, um in seinem Leben etwas zu erreichen: Ehre, Bedeutsamkeit und Besitz als Zeichen des Glücks. Besonders, wenn sie attraktiv sind, haben sie die Verführungsrolle geradezu auf den Leib geschrieben. Genial für den einsatzfreudigen Macho-Mann. Sie können ruhig ein wenig dumm sein: "Sei schoen und halt den Mund!" Filmtitel, F 1957. Da steht dann von Vornherein fest, wer das sagen hat.
Sowohl seriöse Zeitschriften als auch die Billig-Romanhefte waren mit Pin-ups illustriert. Eine Alltagskunst, die ab den 1920er Jahren bis in die 1970er Jahre von einer breiten Bevölkerungsschicht in millionenfacher Anzahl angenommen wurde.
Mit eindeutig erotisch aufgeladenen Bildern wurde sie sogar als massenwirksames Medium für Kriegspropaganda eingesetzt. Kiki Kogelnik demontiert weibliche Klischees auf ironische Weise und paraphrasiert damit sexuelle Attribute und Schönheitsideale der Medienwelt. Sie inszeniert eine künstliche Welt, in der die Menschen gleichsam als Schablonen ihrer eigenen Vorstellung und Erwartung von sich selbst existieren.
Die Ausstellung ist sowohl INDOORS als auch OPEN-AIR.
Bei der Eröffnung spricht die Kunsthistorikerin Gerlinde Schiestl.
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