COMPANY PHILIPPE GENTY, 4020 Linz (OÖ), 04.04.2014, 20:00 Uhr
Wo:
4020 Linz (OÖ),
Posthofstraße 43
Wann:
04.04.2014, 20:00 Uhr
Beschreibung:
<p>Ein weiß gewandeter Engel mit überdimensionalen, spitz zulaufenden Flügeln erhebt sich in sanften, drehenden Bewegungen aus einem Wald von Licht und Schatten. Lockend, verführerisch und beschützend zugleich umgarnt das Zauberwesen einen marionettenhaften Herrn in schwarzem Anzug, Melone und weißen Handschuhen.

Mit "Ne m'oublie pas (deutsch: Vergiss mich nicht)" begibt sich die französische Compagnie Philippe Genty auf eine hypnotische Expedition in das Unterbewusste und die menschliche Natur. Das stimmungsvolle Werk entstand bereits 1992 und gilt als eine der beeindruckendsten Arbeiten des 1938 geborenen Großmeisters des visuellen Theaters. Nun hat Bühnenillusionist und Marionettenspieler Genty gemeinsam mit seiner Ehefrau, der Choreografin Mary Underwood, das Stück einer gründlichen Überarbeitung unterzogen.

Zehn StudentInnen der renommierten norwegischen Hochschule Nord-Trondelag verwandeln sich in opulenten Bildern zu magischen Kreaturen, mysteriös umspielt von Gesängen der arktischen Weite und des ewigen Eises. Lebende Eisberge entstehen vor einem strahlendblau-kalten Backdrop, wie von Magritte gemalt. Durchscheinend, unwirklich und voller Versprechungen.

Unverwechselbar ist Gentys traumwandlerische Theatersprache, die Elemente des Puppenspiels, Tanz, Sprechtheater und Akrobatik vereint. Kleines wird groß, das Große klein. Perspektiven verkehren sich, aus Packpapier und Stoffbahnen zaubert Philippe Genty weite Landschaften, die mühelos ineinander übergehen. Lebensgroße Puppen wiegen sich im Tanz zusammen mit Menschen, die wie Geister der Vergangenheit aus dem Nichts auftauchen und wieder verschwinden. Der französische Komponist Rene Aubry, der auch für Choreographen wie Carolyn Carlson und Pina Bausch gearbeitet hat, schafft dafür eine trancehafte und hypnotische Klangatmosphäre.

"Ne m'oublie pas" lässt den Zuschauer das Menschsein auf immer neue Weise entdecken. Zarte, fragile Momente treffen dabei auf das Absurde und Lächerliche unserer menschli
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